| Aktive Fiebertherapie
Schon immer war Fieber für den Menschen etwas Besonderes: Einerseits drohend mit dem Tod, andererseits die Möglichkeit zu neuer Gesundheit. Viele Ärzte beobachteten, dass selbst schwere Krankheiten durch Fieber günstig beeinflusst wurden, so z.B. Asthma, Psychosen, Rheuma und sogar Krebs. Während die Fieberbehandlung vieler Krankheiten aufgrund der modernen Medikamente überflüssig wurde, konzentriert sich heute das Interesse für die Fiebertherapie vor allem auf die Behandlung der Krebskrankheit. Gerade auf diesem Gebiet ist ein Meinungswandel eingetreten, nachdem die Euphorie, die durch die Entwicklung moderner Chemotherapeutika eingetreten war, der nüchternen Erkenntnis weichen musste, dass die Heilungsraten für die häufigsten und wichtigsten Krebskrankheiten seit nunmehr 30 Jahren
stagnieren und das trotz aller Fortschritte auf dem Gebiet der Operation- und Strahlentechnik sowie der Chemotherapie.
Lange Zeit wurde die Rolle des Immunsystems bei der Krebsbekämpfung ignoriert. Viele sprachen der körpereigenen Abwehr jedwede Bedeutung in dieser Hinsicht ab.
Diese Meinung änderte sich jedoch in den letzten Jahren mit der Entdeckung vieler Botenstoffe, die das Immunsystem entscheidend zum Positiven oder Negativen beeinflussen können. Gerade durch die aktive und passive Fiebertherapie können viele Botenstoffe aktiviert werden, die wiederum das Immunsystem positiv beeinflussen.
Daher gerät die alte Fiebertherapie wieder in den Blickpunkt neuer Forschungen; so befasst sich zur Zeit u.a. eine Forschungsgruppe der Universität Freiburg im Auftrag des Bundesforschungsministeriums mit dieser seit langer Zeit nicht beachteten Therapieform.
Aktive Fiebertherapie bedeutet, dass die Körperkerntemperatur durch körpereigene Mechanismen angehoben wird. Dies geschieht durch die Gabe fiebererzeugender Substanzen (abgetötete Bakterien), die diese Veränderungen im Organismus herbeiführen. Diese aktive Fiebertherapie ist deshalb nicht gleichzusetzen mit einer passiven Überwärmung des Körpers von außen, z.B. durch Ganzkörperhyperthermie oder Loko-Regionale Tiefenhyperthermie.
Ziel und Sinn einer solchen Fiebertherapie sind Aktivierung des Immunsystems und vegetative Umstimmung des Organismus. Gerade bei chronischen Krankheiten beobachten wir überaus häufig eine gestörte Wärmeregulation, die interessanterweise in Beziehung steht zu einer gestörten Immunregulation.
Erstes Ziel der Fiebertherapie ist es deshalb, die blockierte vegetative Regulation im Sinne einer Reizkörpertherapie wieder in Gang zu setzen, damit der kranke Organismus die Möglichkeit bekommt, sich selbst zu regulieren und damit Heilungsprozesse einzuleiten.
Dass solche spontanen Heilungsprozesse selbst bei ausgedehnten Krebskrankheiten möglich sind, unser Organismus also durchaus über die Potenz der Selbstheilung großer Tumore verfügt, wissen wir seit vielen Jahren.
Ohne Zweifel ist Fieber eine der onkologisch ältesten Heilreaktionen des Organismus. Die erhöhte Körpertemperatur (bis 39,5°) dient der Aktivierung des Immunsystems, der Widerherstellung einer normalen Reaktionslage, der Änderung des Körpermilieus und der Verhinderung vieler Escape- Mechanismen (Unsichtbar-Machen, Entkommen) der Krebszellen. Gerade diese Escape-Phänomene sind es, die die Krebszellen befähigen, unser Immunsystem zu inaktivieren, auszuschalten und zu blockieren. Daher ist die Fiebertherapie Regulations- und Immuntherapie zugleich und regt in hervorragender Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Das gesamte biologische System unseres Körpers wird auf natürliche Weise angeregt, so dass nicht nur das Immunsystem, sondern auch die übergeordneten Regelkreise des Systems positiv einbezogen werden.
Die Fiebertherapie unterscheidet sich von der Ganzkörperhyperthermie und der Loko-Regionalen Tiefenhyperthermie in soweit, dass sie durch den physiologischen Heilungsvorgang eine sehr potente Waffe gegen Krebszellen darstellt. Sie aktiviert das gesamte Immunsystem über mehrere Tage, vermindert die Escape-Phäno-mene der Krebszellen und regt den Körper zu einer verstärkten Eigenregulation an.
>> Bei der hier beschriebenen Behandlungsmethode handelt es sich um ein Therapieverfahren der naturkundlichen Erfahrungsmedizin, die nicht zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikation der vorgestellten Therapieverfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten in der Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht geteilt werde.<<
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